Sie schauen kurz nach draußen, bevor Sie das Haus verlassen.
Grauer Himmel. Ein paar Tröpfchen am Fenster. Aber wirklich regnen? Nein, nicht wirklich.
„Es nieselt nur ein bisschen. Das geht auch ohne Jacke.“
Eine Viertelstunde später denken Sie jedoch anders darüber. Ihr Haar ist feucht, Ihre Brille ist voller Tropfen und Ihre Weste fühlt sich plötzlich viel weniger angenehm an.
Wie denn? Es hat doch kaum geregnet?
Willkommen beim Nieselregen. Klein, aber ziemlich gut darin, einen unbemerkt nass zu machen. 😉
Was ist Nieselregen eigentlich?
Bei gewöhnlichem Regen sehen und fühlen Sie einzelne Tropfen fallen. Nieselregen besteht aus viel kleineren Tröpfchen: meist kleiner als ein halber Millimeter.
Man hört sie kaum auf dem Fensterbrett. Draußen merkt man sie schon. Im Gesicht, auf der Brille und als feiner Feuchtigkeitsfilm auf den Ärmeln.
Der Unterschied liegt also in der Größe der Tropfen. Nicht in der Frage, ob man davon nass werden kann.
Wie kommen diese kleinen Tröpfchen dorthin?
Es beginnt in einer Wolke. Dort befinden sich winzige Wassertröpfchen, die wachsen und miteinander verschmelzen können. Wenn sie groß genug sind, fallen sie herunter.
Bei Nieselregen bleiben die fallenden Tröpfchen klein. Oft kommen sie aus einer tief liegenden, grauen Wolkenschicht. Keine spektakuläre Gewitterwolke, sondern so eine gleichmäßig graue Decke über dem Kopf.
Genau die Art Himmel, bei der man aus der Küche denkt: Ich glaube, es ist trocken.
Bis man die Hintertür öffnet. 😉
Ist Nieselregen dann dasselbe wie Nebel?
Sie können sich ähneln, sind aber nicht dasselbe. Bei Nebel schweben sehr kleine Wassertröpfchen dicht über dem Boden in der Luft. Man steht sozusagen in einer Wolke und kann nicht so weit sehen.
Nieselregen fällt aus einer Wolke herab. Die Tröpfchen sind größer als die kleinen Tröpfchen, die im Nebel schweben bleiben.
Nebel hängt, Nieselregen fällt. Das ist eine gute Möglichkeit, sich den Unterschied zu merken.
Und ja, es kann gleichzeitig neblig sein und nieseln. Draußen hält sich das Wetter nicht immer ordentlich an eine Kategorie.
Warum wird man dann trotzdem so nass davon?
Weil all die kleinen Tröpfchen nicht nach der ersten Minute aufhören.
Mal eben die Mülltonne rausstellen ist etwas anderes als eine halbe Stunde spazieren gehen. Während Sie weitergehen, landen immer wieder Tröpfchen auf Ihren Haaren, Schultern und Ärmeln.
Nicht nur, wie stark es regnet, zählt, sondern auch, wie lange man darin läuft.
Und genau das Letztere vergisst man beim Nieselregen leicht. Bei einem kräftigen Schauer zieht man sofort die Kapuze auf. Bei ein bisschen Nieselregen denkt man schnell: Es geht schon.
Bis man nach Hause kommt und die Jacke zum Trocknen über den Stuhl hängt.
Warum scheint es manchmal einfach nicht aufzuhören?
Bei einem Schauer schaut man oft in den Himmel: Dort wird es schon heller, noch kurz warten.
Bei Nieselregen sieht man diese Aufhellung manchmal nirgends. Die tiefe Wolkenschicht kann ein großes Gebiet bedecken. Solange sie bestehen bleibt und weiterhin Tröpfchen bildet, die den Boden erreichen, kann es ruhig weiter nieseln.
Das bedeutet nicht, dass Nieselregen immer stundenlang dauert. Aber auf das „Ende des Schauers“ zu warten, funktioniert nicht so gut, wenn über einem immer dieselbe graue Wolkendecke hängt.
Sie kochen noch eine Tasse Kaffee. Schauen noch einmal nach draußen.
Immer noch dasselbe Wetter.
Vielleicht doch lieber die Jacke nehmen und los?
Das typische „Soll ich eine Jacke anziehen oder nicht?“-Wetter
Im Herbst kennen Sie diese Zweifel sicher. Draußen sieht es nicht so kalt aus, aber ganz trocken ist es auch nicht.
Der Hund muss raus. Sie wollten noch kurz zum Laden. Oder Sie hatten einfach Lust, frische Luft zu schnappen.
Dann ist es schön, wenn eine Jacke an der Garderobe hängt, die man ohne Nachzudenken mitnimmt. Nicht gleich die dickste Winterjacke, sondern etwas, das zur Temperatur und zu dem passt, was man draußen vorhat.
Denn ein kleiner Spaziergang wird viel angenehmer, wenn man auf halbem Weg nicht nur an trockene Ärmel denkt.
Ein paar Kleinigkeiten, die draußen angenehmer machen
- Nehmen Sie Ihre Kapuze ernst. Setzen Sie sie auf, bevor Ihr Haar nass ist. Prüfen Sie, ob sie gut sitzt und Sie noch gut um sich sehen können.
- Denken Sie an die Zeit, die Sie draußen verbringen. Ein kurzes Stück zum Auto erfordert etwas anderes als ein langer Spaziergang. Wählen Sie Ihre Jacke danach aus.
- Schauen Sie über Ihre Jacke hinaus. Auch Ihre Schuhe und Tasche bekommen die Tropfen ab. Besonders wenn Sie länger unterwegs sind, ist auch dort etwas Schutz angenehm.
Doch noch die Runde drehen? 🍂
Wenn man erst einmal draußen ist, ist so ein grauer Tag oft gar nicht so schlecht. Tropfen auf den Blättern, frische Luft und danach wieder gemütlich rein.
Man muss nicht auf einen strahlend blauen Himmel warten, um kurz rauszugehen.
Aber die Jacke? Die würde ich doch lieber mitnehmen.
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Sie sind unsicher, welche Jacke zu Ihren Plänen passt? Lassen Sie es mich gerne wissen, dann denke ich mit Ihnen mit.






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